Prozessautomatisierung mit KI – weniger Routine, mehr Durchsatz

Wiederkehrende Abläufe in Verwaltung, Vertrieb und Auftragsabwicklung automatisieren – mit klaren Kennzahlen und ohne Ihre Systemlandschaft auf den Kopf zu stellen.

Wo Automatisierung im Mittelstand wirklich wirkt

Der größte Hebel liegt fast nie in der Produktion, sondern in der Verwaltung drumherum. Eine Anfrage kommt als PDF, wird abgetippt, im ERP angelegt, per E-Mail bestätigt, in einer Excel-Liste vermerkt und später noch einmal für die Rechnung herausgesucht. Jeder einzelne Schritt dauert nur wenige Minuten – in Summe binden sie mehrere Vollzeitstellen. Klassische Automatisierung ist hier oft gescheitert, weil die eingehenden Dokumente zu unterschiedlich aussahen: Jeder Lieferant hat ein eigenes Layout, jede Anfrage eine eigene Formulierung. Genau das ändert sich mit KI. Moderne Modelle lesen Inhalte unabhängig vom Layout und ordnen sie fachlich richtig zu. Damit werden Prozesse automatisierbar, die vor wenigen Jahren zwingend manuell bleiben mussten.

Unser Vorgehen: erst messen, dann automatisieren

Wir beginnen mit einer nüchternen Aufnahme: Welche Vorgänge fallen wie häufig an, wie lange dauert die Bearbeitung heute, wie hoch ist die Fehler- und Rückfragequote? Erst wenn diese Zahlen auf dem Tisch liegen, entscheiden wir, was automatisiert wird. Ein Prozess mit 30 Fällen im Jahr lohnt sich nicht, auch wenn er nervt. Ein Prozess mit 300 Fällen im Monat lohnt sich fast immer. Anschließend automatisieren wir schrittweise: zuerst die eindeutigen Fälle, die typischerweise 70 bis 85 Prozent ausmachen, während Sonderfälle weiter zur manuellen Bearbeitung gehen. Dieses Vorgehen bringt schnell Entlastung, hält das Risiko klein und schafft Akzeptanz – die Mitarbeitenden erleben die Automatisierung als Hilfe, nicht als Bedrohung.

Intelligente Prozessautomatisierung: Warum klassische RPA nicht mehr reicht

Regelbasierte Automatisierung (RPA) funktioniert, solange Eingaben exakt einem erwarteten Format entsprechen. Sobald ein Lieferant sein Rechnungslayout ändert oder eine Bestellung als Freitext-E-Mail statt als PDF kommt, stoppt der Bot. Intelligente Prozessautomatisierung löst dieses Problem: KI-Modelle erkennen Inhalte unabhängig vom Format, klassifizieren Vorgänge nach fachlichem Kontext und leiten sie automatisch weiter. Damit werden auch Prozesse automatisierbar, an denen regelbasierte Ansätze bisher gescheitert sind – E-Mail-Eingangsbearbeitung, Angebotskalkulation, Reklamationserfassung und Lieferantenabstimmung.

Kontrolle bleibt bei Ihnen

Automatisierung heißt bei uns nicht Blackbox. Jeder automatisch verarbeitete Vorgang ist protokolliert und nachvollziehbar: Was wurde erkannt, mit welcher Sicherheit, welche Regel hat gegriffen. Liegt die Erkennungssicherheit unter einem definierten Schwellwert, geht der Vorgang automatisch in die manuelle Prüfung. Freigaben ab bestimmten Beträgen bleiben bei Menschen. Über ein einfaches Dashboard sehen Sie täglich, wie viele Vorgänge automatisch liefen, wie viele geprüft wurden und wo Häufungen auftreten. So bleibt die Automatisierung steuerbar und lässt sich über die Zeit gezielt ausweiten.

Was in der Prozessautomatisierung enthalten ist

Prozessaufnahme mit Mengengerüst

Fallzahlen, Bearbeitungszeiten und Fehlerquoten je Vorgang als Entscheidungsgrundlage.

Automatisierungskonzept

Welche Schritte automatisiert werden, welche bewusst manuell bleiben und warum.

Dokumentenerkennung

Auslesen von Rechnungen, Lieferscheinen, Bestellungen und Anfragen unabhängig vom Layout.

Workflow-Umsetzung

Verknüpfung von Erkennung, Prüfregeln, Freigaben und Buchung im führenden System.

Ausnahmebehandlung

Definierte Schwellwerte, Prüfoberfläche und Eskalationswege für unklare Fälle.

Monitoring-Dashboard

Automatisierungsquote, Durchlaufzeiten und Fehlerbilder auf einen Blick.

Typische Ausgangslagen und Anwendungsfälle

  • Eingangsrechnungen automatisch auslesen, prüfen und vorkontieren
  • Bestellungen und Auftragsbestätigungen ohne manuelle Erfassung verarbeiten
  • E-Mail-Eingang klassifizieren und automatisch dem richtigen Team zuordnen
  • Angebote aus eingehenden Anfragen vorbereiten
  • Stammdatenpflege und Dublettenbereinigung automatisieren
  • Serviceberichte und Zeiterfassungen automatisch strukturieren

Ablauf im Überblick

01

Prozessaufnahme

Fallzahlen und Zeiten messen, Automatisierungspotenzial quantifizieren.

02

Pilotprozess

Einen Prozess vollständig umsetzen und im Echtbetrieb messen.

03

Ausweitung

Weitere Vorgangsarten und Sonderfälle schrittweise ergänzen.

04

Optimierung

Automatisierungsquote gezielt erhöhen, Schwellwerte nachjustieren.

Woran wir den Erfolg messen

Jedes Projekt bekommt vorab Kennzahlen. Ohne messbaren Nutzen raten wir aktiv ab.

  • Automatisierungsquote je Vorgangsart
  • Durchschnittliche Bearbeitungszeit pro Vorgang
  • Durchlaufzeit vom Eingang bis zur Erledigung
  • Fehler- und Nachbearbeitungsquote

Häufige Fragen zur Prozessautomatisierung

In unseren Projekten ist das praktisch nie das Ziel. Der Regelfall im Mittelstand ist Personalmangel, nicht Überbesetzung. Automatisierung sorgt dafür, dass wachsende Mengen mit der bestehenden Mannschaft bewältigt werden und Fachkräfte weniger Zeit mit Abtippen verbringen.

So läuft ein KI-Projekt bei uns ab

Unser strukturierter 4-Phasen-Workflow – Analyse, Konzeption, Entwicklung und Go-Live – sorgt dafür, dass Ihr KI-Projekt planbar bleibt und messbare Ergebnisse liefert.

KI-Workflow im Detail

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